Daphne Stapel-Groenendijk

Beruf:
selbstständig

Zhineng Qigong seit:
seit 2008

Geburtsdatum:
22. Jan. 1977

Webseite:
www.soulwriting.nl

Daphne ist 39 Jahre alt, mit Fred verheiratet und Mutter von drei Kindern, Thom, Kiki und Coen. Bewusstwerdung, Weiterentwicklung und Zusammenhänge sind die treibenden Kräfte in Ihrem Leben. Soul-writing ist Ihre Arbeit. Inspiriert wird sie dabei durch intuitives Schreiben, womit sie arbeitet. Sie coacht und berät Menschen auf deren Lebensweg. Bewusstsein fördern, den Menschen einen Schubs in die richtige Richtung geben, sie erstrahlen zu lassen, das ist es, was sie am liebsten macht. Zudem unterstützt sie Unternehmer und Freiberufler, ihre einzigartige Geschichte zu erzählen.

In 2008 begannst Du mit dem Erlernen von Zhineng-Qigong. Was war Deine Motivation diese Ausbildung zu machen?

Qigong spielte schon seit einigen Jahren eine wichtige Rolle in meinem Leben. In Kontakt damit kam ich in 2003 durch meinen Physiotherapeuten, der mich wegen meinem stressbedingten steifen Nacken darauf aufmerksam machte. Qigong befreite mich von diesen Beschwerden und ich brauchte den Therapeuten nicht wieder aufsuchen. 2008 fällte ich bewusst die Entscheidung mich selbst weiter zu entwickeln. Mehr Verständnis und mehr Gefühl. Qigong hatte mir schon viel gebracht und ich dachte: wenn etwas so gut für mich ist, warum gebe ich dem dann nicht mehr Raum in meinem Leben? Ich suchte eine Ausbildungsmöglichkeit um mich weiter in diese Bewegungslehre und der dahinterstehenden Philosophie zu vertiefen. Bei der Google- Suche stieß ich auf die Zhineng-Qigong Ausbildung. Zhineng-Qigong kannte ich schon von einem Schnupperkurs, der Funke war aber noch nicht übergesprungen. Aber die Ausbildung bei Qing Bai sprach mich sehr an. Ein Einführungstag war mein erstes Ausgehen nach der Geburt meiner Tochter. Dieses Kennenlernen bekräftigte meine Entscheidung. Ich schwankte noch kurz zwischen der Grundausbildung in der traditionellen chinesischen Medizin und Zhineng-Qigong, aber mir war klar, dass ich dann wieder zu sehr mit dem Kopf beschäftigt wäre und unter Leistungsdruck stünde. Ich wollte ja mehr empfinden. Zum Glück entschied ich mich für Zhineng-Qigong. Dort empfand ich eine freundliche und offene Energie und fühlte mich gleich wie zu Hause.

Wie empfandst Du die Ausbildung?

Tägliches Praktizieren von Qigong und der Wille mich weiterzuentwickeln brachte bei mir unglaublich viel in Bewegung. Das ereignete sich in verschiedensten Bereichen. Unverarbeitete Emotionen kamen an die Oberfläche. Ich durchlief einen großen Reinigungsvorgang und hatte viele Qi-Reaktionen, physische Reaktionen auf die täglichen Übungen die ich machte. Was ausgesprochen werden musste sprudelte förmlich aus mir heraus. Es war ein großer Transformationsprozess. Meine eigene Entwicklung beschleunigte sich enorm, was schön war aber auch sehr intensiv. Zusätzlich verstärkte sich mein Wahrnehmungsvermögen. Ich habe immer gewusst, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat mehr zu sehen als die physische Realität, wenn man es aber selber erfährt ist es doch etwas Spezielles und Besonderes. Was das betrifft war ich anfangs mit meiner Aufmerksamkeit in höheren Sphären, neugierig auf alles was es da zu entdecken gab. Über eine gute Erdung wurde da noch nicht gesprochen, das lernte ich später.

Du arbeitetest da noch bei Ernst & Young als HR-Manager. Kurz nach dem Ausbildungsjahr riefst Du „Qi at Work“ ins Leben.

Während der Ausbildung kam die Frage auf: Was ist mein Weg? Sehe ich mich in der Position als HR Direktor oder einer anderen Karriereposition? Nein. Aber ich hatte auch noch nicht den Mut mich anders zu entscheiden. Dafür brauchte ich noch etwas Zeit. Ich macht jeden Tag Zhineng-Qigong und sprach oft darüber. So wurden auch Menschen in meiner Umgebung neugierig. Im Büro fragten die Kollegen, was es genau wäre und so organisierte ich spontan Workshops. Es sprang ein Funke über und ich empfand es auch  angenehm vor einer Gruppe zu stehen. Das Feedback war wirklich positiv. In 2010 sagte ich meiner Laufbahn Lebewohl und  begann mit „Qi at Work“. Ich wollte im Berufsleben einen Platz für Zhineng-Qigong einrichten und Betrieben und Mitarbeitern die Zusammenhänge im Energiemanagement bewusst machen. Später kombinierte ich das Unterrichten mit anderen Zielen, wobei ich Vitalitätsprogramme für Betriebe entwickelte und  diese anbot.

Du hast auch Zhineng-Qigong mit Kindern praktiziert. Machen Deine Kinder auch Zhineng-Qigong?

Die zwei Ältesten wissen wohl was ich tue, wenn ich praktiziere, machen aber selbst nicht mit. Meine achtjährige Tochter sagte letztens als ich etwas gestresst reagierte: „Mama, vielleicht solltest du heute Abend noch schön Qigong machen“. Sie brachte es auf den Punkt. Sie weiß, dass mir Qigong echte Entspannung schenkt. Ich glaube, dass es Kindern sehr gut tut, wenn sie Zhineng-Qigong praktizieren. So habe ich, als mein Sohn noch im Kindergarten war, einige Male in der Schule Unterricht gegeben. Es war schön das zu tun. Vor allem die Fragen der Kinder. Wenn du über Qi als Sonne sprichst, beginnen sie alle über ihre Sommerferien zu sprechen, (sie lacht).

Du kombinierst das Wissen über Qigong und andere Dinge beim Schreiben.

Voriges Jahr startete ich ein neues Unternehmen unter dem Namen „Soul-writing“, inspiriert vom intuitiven Schreiben, mit dem ich arbeite. Auch das ist eigentlich durch Qigong entstanden. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass viele gut Dinge in meinem Leben auf Qigong beruhen. Als ich mehr wahrnehmen konnte, suchte ich Wege, um besser mit den Energien, den Informationen, die durchkamen, umgehen zu können. Bei einem Workshop kam ich mit intuitivem Schreiben oder inspiriertem Scheiben in Kontakt. Ich experimentierte selbst damit und stellte fest, dass es für mich eine sehr gute Art war mit dem, was ich die „ungesehene“ Welt nenne, umzugehen. Es funktioniert für mich, weil ich selbst den Zeitpunkt des Empfangens bestimmen kann, anstatt  ständig empfangsbereit zu sei und die „Tür“ ständig geöffnet zu haben. Ich schrieb erst für mich selbst, später dann für andere. Das zu tun ist wirklich eine tolle Sache.

Soul-writing entstand auch, weil ich das Sachliche mit meiner Intuition kombinieren wollte. Schreiben finde ich auch absolut schön und denke, dass ich sehr wohl in der Lage bin, die Essenz zu erfassen und eine Ebene tiefer zu gehen, so dass ein Text tatsächlich die Person widerspiegelt, die die Situation erzählt. Meine idealen Kunden sind Betriebe und Freiberufler, die im Bereich Gesundheit und Heilung arbeiten. Coachs, Therapeuten, Physiotherapeuten etc. Ihnen kann ich im Besonderen helfen ihre persönlichen Verhältnisse ans Licht zu bringen, da wir die gleiche Sprache sprechen. Beim Coachen gehe ich weiter als das Schreiben von Texten. Ich achte darauf, dass Inhalte und Aussagen übereinstimmen und begleite den gesamten Prozess.

Beim Zhineng-Qigong arbeiten wir ganz bewusst mit dem Qi-Feld. Du hast eine identische Zwillingsschwester. Wie erfährst du das mit deiner Zwillingsschwester?

Das Qi-Feld von mir und meiner Zwillingsschwester ist beinah eins. So fühlt es sich an. Wir sind auf einer tiefen Ebene miteinander verbunden. Qigong hat mir geholfen, meine eigene Basis zu verstärken, mir meines eigenen Qi-Feldes bewusst zu werden. Was ist meins und was von anderen? Mit meiner Schwester ist das sicherlich schwierig. Ihr Leben fühlt sich wie meins an, was sie mitmacht, berührt auch mich. Und doch ist es jetzt anders als früher. Wir sind beide im Leben mehr zentriert und verstehen uns auf einem tieferen Niveau. Somit sind wir uns näher als je zuvor. Unsere Lebenswege sind unterschiedlich, aber wir werden von denselben Lebensthemen geleitet. Nur mit anderen Erfahrungen. Ich habe sie auch mit Zhineng-Qigong in Kontakt gebracht. Sehr auffällig war es, die gleichen Körperreaktionen bei ihr zu beobachten. Ich kenne niemanden, der das so hat.

Zhineng-Qigong hat dir viel gebracht. Was sind deine Wünsche für die Zukunft?

Qigong ist mir ein sehr wichtiger Lebensinhalt geworden, weil es mich befähigt, alles loszulassen, was ich bewusst oder unbewusst aufnehme. Es hilft mir auch die eigenen Spannungen in mir abzubauen. So halte ich mit Qigong mein Qi-Feld sauber und sorge dafür, dass alles gut fließt. Es hat mir viel gebracht und darum gebe ich Zhineng-Qigong auch gern an andere weiter. Im Moment unterrichte ich mittwochabends in Voorburg und nutze den Unterricht um den Menschen ihr eigenes Qi-Feld bewusst zu machen. Mein größter Wunsch ist, noch mehr vom Qi-Feld wahrnehmen zu können und noch bewusster damit arbeiten zu können. Zum Teil zum Heilen, aber auch weil ich es mir selbst und anderen wünsche dieses Potential als Mensch vollständig zu nutzen. Denn wir tragen es sowieso in uns. Die Kunst ist es, das bei sich selbst zu aktivieren.